3D-­Laser­scanning

Bestandsgebäude scannen wir im 3D-Laserscan-Verfahren und erzeugen so exakte Grundrisse, Schnitte und Ansichten. Insbesondere für historische Gebäude und Industriebetriebe erstellen wir detailgetreue Bestandspläne auch von komplexen Bauteilen und baulichen Anlagen.

Die Innen- und Außenbereiche werden vor Ort gescannt und später als hochauflösende Punktwolke im Rechner digital verarbeitet. Es entsteht eine virtuelle Realität aus Milliarden Messpunkten, die als Grundlage für die dreidimensionale Gebäudemodellierung dient. Aus der Punktwolke bzw. dem erzeugten 3D-Gebäudemodell können in beliebigen Schnittebenen zweidimensionale Planunterlagen für die weitere Entwurfs- und Ausführungsplanung berechnet werden.

Bei Liegenschaften, für die keine Bestandspläne existieren, ist das 3D-Laserscanning häufig die einzige effiziente Methode für eine vollständige professionelle Bestandsaufnahme der zerstörungsfrei erkennbaren Bauteile. Mit einem Hochleistungsrechner sind wir dabei in der Lage, auch sehr große Punktwolkenprojekte zu bearbeiten.

Die 3D-Visualisierung eines Bestandsgebäudes kann bei Planungsbesprechungen virtuell in Echtzeit am Bildschirm betrachtet werden. Dabei können auch schwer erreichbare Gebäudeteile oder Konstruktionsdetails mit allen Planungsbeteiligten diskutiert und geklärt werden. Die Koordination der Planungsaufgaben kann mit dieser Arbeitsmethode bereits im Vorfeld ohne Ortstermin erfolgen.

Dreidimensionale Bestands­pläne sind die Basis für modernes Building Information Modeling

Informationen für Fachleute:

3D-Laserscanner können insbesondere für folgende Bestandsaufnahmen wirtschaftlich eingesetzt werden:

  • Industriegebäude mit hohem Installationsgrad,
  • Maschinen und Produktionslinien,
  • Industrieböden in Lebensmittelbetrieben einschließlich Gefälle, Bodenabläufen und Rinnen,
  • Zwischendeckenbereiche mit Leitungsanlagen und Installationen,
  • technische Dachaufbauten,
  • schwierige Umgebungsbedingungen und Messpunkte,
  • denkmalgeschützte Bauwerke und historische Fassaden,
  • verformungsgerechte Aufmaße von Dachstühlen, Holzbalkendecken und Fachwerken,
  • Außenanlagen und Pflasterflächen.

Weiterhin können 3D-Laserscanner die Bauüberwachung und Dokumentation des Bauablaufs unterstützen, sowie bei Aufmaßen für Rechnungsprüfungen zum Einsatz kommen. Insbesondere können Leitungsanlagen und technische Installationen exakt im Rohbau eingemessen werden und liefern so wertvolle Informationen für zukünftige Revisionszwecke.

Anwendungsbeispiel :

3D-Aufmaß in Logistikbereichen

Neben der üblichen Bestandsaufnahme können im 3D-Laserscan-Verfahren auch spezielle messtechnische Fragestellungen in Bestandsgebäuden geklärt werden. Beispielsweise kann in bestehenden Lagerhallen oder Industriegebäuden nachgewiesen werden, ob die vorhandenen Industrieböden bzw. Pflasterflächen hinsichtlich ihrer Höhenpunkte für vorhandene oder neu anzuschaffende Flurförderfahrzeuge geeignet sind.


Problematisch für den Staplerverkehr kann insbesondere eine zu geringe Bodenfreiheit im Bereich vorhandener Torschwellen werden. Die genauen Höhen lassen sich im Bestand mit herkömmlichen Aufmaß-Verfahren nur schwer messen. Mithilfe des dreidimensionalen Laserscans können sämtliche Fahrbereiche der Gabelstapler vor Ort in kurzer Zeit erfasst werden.

Durch Einlesen der Punktwolke in ein 3D-fähiges CAD-Programm werden anschließend aus dem 3D-Laseraufmaß beliebig viele zweidimensionale Schnitte generiert. Die Bodenfreiheit des Gabelstaplers wird nun anhand importierter Zeichnungen digital überprüft. Kollisionspunkte werden dabei sofort erkannt. Das Aufmaß wird exakt dokumentiert und in einem Deckenhöhenplan ausgegeben.

Weiterhin können in diesem Verfahren auch Schachtdeckelhöhen, Durchfahrtshöhen und bestehende Regalanlagen aufgemessen und überprüft werden. Sämtliche Bauteile werden daraufhin mit vorhandenen und neu zu ergänzenden CAD-Zeichnungen verschiedener Hersteller und Lieferanten abgeglichen und aufeinander abgestimmt. Logistikflächen im Bestand werden insofern optimiert und zukunftsfähig.